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Wunsch nach beruflicher Selbstständigkeit weiterhin sehr niedrig

In Deutschland streben immer weniger Menschen eine berufliche Selbstständigkeit an. 2022 hätten sich lediglich 23 Prozent der Erwerbstätigen für die Selbstständigkeit entschieden. Sicherheitsbedürfnisse, hoher bürokratischer Aufwand und Kapitalmangel hemmen offenbar die Gründungslust.

Das ist das Ergebnis einer Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors 2023. Für den Erhalt einer breiten Unternehmensbasis und des Wettbewerbs sei diese Entwicklung besorgniserregend, so die zusammenfassende Bewertung.

Des Weiteren besteht ein deutlicher Unterschied in der Selbstständigkeitspräferenz zwischen Männern (28 Prozent) und Frauen, von denen sich zuletzt nur 18 Prozent für eine berufliche Selbstständigkeit entscheiden würden. Bei Menschen ohne Selbstständigkeitserfahrung ist die Selbstständigkeitspräferenz noch geringer. Rechnet man ehemalige und aktuelle Selbstständige heraus, ziehen nur 17 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter die Selbstständigkeit einer Anstellung vor. Allerdings können 30 Prozent derjenigen ohne Selbstständigkeitserfahrung es sich vorstellen, sich einmal selbstständig zu machen (2013: 27 Prozent).

Warum der Wunsch nach einer beruflichen Selbstständigkeit eher selten ist und sich das gegebene Gründungspotenzial nicht entfaltet, ist auf verschiedene Hemmnisse zurückzuführen. Die wichtigsten sind finanzielle Risiken und Bürokratie, als zu hoch wahrgenommene Risiken mit Blick auf Einkommen und soziale Sicherheit sowie fehlendes Kapital.

(KfW / STB Web)

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